TECKLENBURGER LAND

Eine beeindruckende Kulisse boten die Fahnenabordnungen der 81 angetretenen Schützenvereine während der Inthronisierung im Riesenbecker Stadion. Fotos: Stephan Beermann

Königin gibt ihre Kette nur ungern aus der Hand

Fast 2500 Schützen folgen der Einladung des Heimatschützenbundes

Die besten Einzelschützen und Mannschaften wurden ausgezeichnet.

Von Stephan Beermann IVZ
TECKLENBURGER LAND/ RIESENBECK.
Eine beeindruckende Demonstration ihres Stellenwerts in unserer Heimat gaben gestern Nachmittag die Schützenvereine. Aus dem ganzen Tecklenburger Land waren Schützinnen und Schützen zum 36. Fest des Heimatschützenbundes nach Riesenbeck angereist. In einem Sternmarsch durch das prächtig geschmückte Dorf erreichten sie bei Bilderbuchwetter aus drei verschiedenen Richtungen das Stadion im Vogelsang. Allen voran fuhr im offenen Cabriolet die amtierende Königin Birgit Aufderhaar. An der Riesenbecker Dorfkreuzung ließen sie und Präsident Friedrich Prigge auch den offensichtlich leicht verspäteten Ehrenpräsidenten Hans Jacobi zusteigen. Königin Birgit genoss den Augenblick in vollen Zügen und strahlte übers ganze Gesicht. Der Heimat-

verein Riesenbeck hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen und führte zwei der drei Züge mit Traktor und landwirtschaftlichem Gerät an.

 

 

"Wer in der ganzen Welt unterwegs ist, braucht einen festen Ort, einen Bezugspunkt."

Bürgermeister Heinz Hüppe über die Bedeutung des Schützenwesens.

 

 

 

Planmäßig erreichten alle teilnehmenden Vereine das Stadion. Die vier gastgebenden Riesenbecker Schützenvereinen grüßten die Gäste vor dem Stadion und Hunderte Zuschauer bereiteten ihnen drinnen einen jubelnden Empfang. Derweil sorgten die mitmarschierten Spielmannszüge für musikalische Abwechslung. Genau 2451 Schützen aus 81 Vereinen meldete Oberst Hans

Büscher dem Präsidium und den Gästen auf der Ehrentribüne. Es sei jetzt beste Gelegenheit, in einigen frohen Stunden die Verbundenheit im Tecklenburger Land zu vertiefen, sagte Präsident Prigge zur Begrüßung. Der Hörsteler Bürgermeister Heinz Hüppe hieß alle Schützen herzlich willkommen in Riesenbeck. Damit werde eine Tradition fortgesetzt, die gerade in unserer heutigen Zeit so wichtig sei, denn: "Wer in der ganzen Welt unterwegs ist, braucht einen festen Ort, einen Bezugspunkt." Hierzu liefere das Schützenwesen einen ganz wichtigen Beitrag. Dass zudem der neue König aus Hörstel kommt, freue ihn als Bürgermeister ganz besonders. Von einem "beeindruckenden Bild von hier oben" sprach der stellvertretende Landrat Bernhard Hembrock angesichts der fast 2500 Schützen, die sich rund um den Spielfeldrand aufgestellt haben. Auch er

ordnete den Stellenwert des Schützenwesens in einer modernen Welt ein und bezeichnete die Bruderschaften als "festen Bestandteil des Ortslebens". Für Königin Birgit hieß es dann Abschied nehmen: Sie umarmte noch zwei-, dreimal kräftig mit beiden Händen die ihr liebgewonnene Königskette, bevor Präsident Prigge ihr den prächtigen Schmuck abnahm und Amtsnachfolger Norbert Roß vom Schützenverein Hörstel- Dorf überreichte. Zum Abschluss gaben 14 Kapellen und Spielmannszüge unter dem Dirigat von Erwin Eismann "Preußens Gloria", bevor es im Festzelt zum gemütlichen Teil überging.

Großer Zapfenstreich als krönender Abschluss beim Heimatschützenfest.

 

Imposantes Bild. Fast 2500 Schützen/innen fanden nach Riesenbeck.